Kerstin Kühn

Welttag der sozialen Gerechtigkeit – Zwei-Klasse-Medizin beseitigen



Ehrlich, solidarisch, gerecht!“ – genauso und dafür will sich die Bernauerin Kerstin Kühn von den LINKEN künftig im neuen Bundestag engagieren. Anlässlich des internationalen Aktionstages der sozialen Gerechtigkeit am 20. Februar unterstreicht sie: „Mir geht es vor allem um eine gerechte Gesundheitspolitik, unabhängig vom Geldbeutel Kranker und Pflegebedürftiger. Die Zwei-Klassen-Medizin, die mehr und mehr zum Geschäft verkommt, muss überwunden werden. Es darf nicht sein, dass wichtige Therapien und Maßnahmen nur von Vermögenden aus privater Tasche geleistet werden können.“ Aus ihrer Tätigkeit als Anwältin kenne sie unzählige Verstöße gegen das Gleichheitsprinzip.

Jedes Jahr am 20. Februar fordern weltweit engagierte Menschen das Gleichheitsprinzip lautstark ein und machen auf Ungleichheit in der Gesellschaft aufmerksam. Der Aktionstag wurde 2007 von der UNO mit dem dringenden Appell proklamiert: „Soziale Gerechtigkeit ist eine wichtige Voraussetzung für das friedliche Zusammenleben aller Nationen“.





IMPULSE 8 /16 Informationsblatt des Kreisverbands DIE LINKE. Märkisch-Oderland

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Christian Steinkopf vom Stadtverband der LINKEN

Mit einem großen Friedensfest in Strausberg mahnen die Linken seit 1990 immer Anfang September zum Weltfriedenstag vor Krieg und Gewalt. Für das inzwischen überregional bekannte politische und kulturelle Ereignis hält Christian Steinkopf vom Stadtverband der LINKEN seit mehr als zehn Jahren die Fäden in der Hand. Mit ihm sprach Renate Adolph.



Christian, was hat dich in diesem Jahr besonders berührt?

Seit einem Vierteljahrhundert machen wir mit politischem Wort, Lied und Bild auf die Gefahren kriegerischer Auseinandersetzungen aufmerksam. Das Erschütternde ist, dass die Kriegsgefahr in Europa zugenommen hat. Wenn europäische Staaten, die NATO und insbesondere die USA an der ukrainischen Grenze mit schwerem Gerät patrouillieren, so verdeutlicht dies eine höchst brisante Tendenz. Leider ist militärische Konfrontation wieder fester Bestandteil der Politik. Und Deutschland ist mittendrin mit Waffenexporten, geheimen Operationen und offenen Kampfeinsätzen. Doch die Konflikte unserer Zeit können nicht mit Waffen gelöst werden.

Das Aufzeigen friedlicher gesellschaftlicher Alternativen ist uns ein dringendes Anliegen. Deshalb ist es so wichtig, dass ExpertInnen, PolitikerInnen und JournalistInnen auf unserem Friedensfest zu brennenden Fragen unserer Zeit diskutieren, informieren und alarmieren.



Und offensichtlich besteht ein großer Bedarf an ungeschminkten, unabhängigen Einschätzungen.

Ja, in diesem Jahr sind trotz wechselnder Witterungsbedingungen wieder rund 2000 Besucher zu den vielfältigen Veranstaltungen auf den Alten Gutshof gekommen.

Der Ukraine-Konflikt, die neue West-Ost-Konfrontation, Rechtsterrorismus des NSU, Drohnenkrieg und Überwachung - das waren die diesjährigen Themen. Die Bundestagsabgeordneten der LINKEN, Petra Pau und Alexander Neu, die Diplomstaatswissenschaftlerin für Außenpolitik Brigitte Queck, der investigative Journalist von der Süddeutschen Zeitung John Goetz sowie Oberst a. D. Bernd Biedermann gehörten zu den gefragten Gesprächspartnern.

Ein Höhepunkt war der oscarprämierte Dokumentarfilm von Laura Poitras über den Whistleblower Edward Snowden und die durch ihn bekannt gewordenen globalen Überwachungs- und Spionagepraktiken der USA.



Und viele bewährte Partner haben sich wieder beteiligt.

Wie jedes Jahr engagierten sich unter anderem aktiv unsere langjährige Bundestagsabgeordnete und heutige Vorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Dagmar Enkelmann, unsere Landtagsabgeordnete, Kerstin Kaiser, und unsere Kreisvorsitzende, Bettina Fortunato, in Talkrunden und mit kulturellen Beiträgen.

Einfallsreich auch die Bürgermeister Karsten Knobbe (Hoppegarten) und Uwe Klett (Fredersdorf-Vogelsdorf), die mit blauen Friedenstauben-Luftballons an ihren Fahrrädern und Friedensfest-Trikots gemeinsam mit einem kleinen Trupp die rund 20 Kilometer vom Berliner Stadtrand in Hönow bis zum Friedensfest radelten, wo sie mit großem Hallo empfangen wurden.

Die Mitarbeiter des Gutshofes haben uns wie immer bei der Verwirklichung unserer Ideen und Vorstellungen initiativreich und zuverlässig unterstützt.



Auf dem Fest gab es auch Gelegenheit, mit Asylbewerbern ins Gespräch zu kommen.

Das war eine gelungene Idee der Vorbereitungsgruppe. Gemeinsam mit Bewohnern der Gemeinschaftsunterkunft in Garzau wurde gekocht und gebacken, um die Besucher mit Kulinarischem aus den verschiedenen Herkunftsländern an mehreren Ständen zu überraschen und sich dabei in Gesprächen auszutauschen. Natürlich ist uns die Solidarität mit Flüchtlingen aus Krisen- und Armutsgebieten stetig Herzensanliegen und gehört zu unserem Fest.

Insgesamt warteten an über 30 Ständen engagierte Vereine und Einrichtungen mit Wissens- und Lesenswertem auf. Lesungen und Musikeinlagen rundeten den Tag im Zeichen des Friedens ab.

An dieser Stelle möchte ich allen, die zum Gelingen unseres 25. Friedensfestes beigetragen haben, den Organisatoren, den fleißigen Helfern auf dem Gutshof, den Politikern und Künstlern ganz herzlich danken.



Vielen herzlichen Dank dir, Christian, für deinen großen Beitrag für das wichtige Fest des Friedens seit so vielen Jahren!







Notunterkunft in der Turnhalle des Oberstufenzentrums in Seelow wieder aufgelöst.

Turnhalle wird heute wieder leergezogen

Seelow (MOZ) Nach nicht einmal einer Woche wird die Notunterkunft in der Turnhalle des Oberstufenzentrums in Seelow wieder aufgelöst. Wie der Sprecher des Landkreises, Thomas Berendt, am Donnerstag informierte, ziehen alle Flüchtlinge bis Freitag in andere Quartiere.

Erst am Montag waren 72 syrische Flüchtlinge von Hoppegarten nach Seelow umgesiedelt worden. Dies war nötig, da der Landkreis den Mietvertrag mit dem ausländischen Hotelbetreiber in Hoppegarten wegen diverser Probleme nicht mehr verlängert hatte.

Der Kreis hatte den Flüchtlingen zugesichert, dass die Übergangslösung maximal einen Monat dauern werde. "Viele Menschen haben alles in Bewegung gesetzt, um das in kürzerer Zeit zu bewerkstelligen", sagte Berendt. Dazu gehörten neben den zahlreichen hinter den Kulissen agierenden Mitarbeitern der Verwaltung und des Betreibers, dem IB Neuenhagen, auch viele Handwerksunternehmen der Region. Sie haben binnen weniger Tage weitere Wohnungen, u.a. in Neuhardenberg, hergerichtet. Ab Mittwoch kommender Woche soll die Turnhalle dann wieder für den Schul- und Vereinssport genutzt werden können, erklärte Berendt.

MOZ vom 4. September 2015