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Bombodrom

Die Bundeswehr will in der Kyritz-Ruppiner Heide ihren - inklusive anderer Nato-Staaten - größten Truppenübungsplatz in Westeuropa etablieren. Verteidigungsminister Struck begründet das Festhalten am Platz mit der Notwendigkeit der Bundeswehr, die Bedingungen von Auslandseinsätzen zu üben. Die PDS lehnt Auslandseinsätze der Bundeswehr ebenso grundsätzlich ab wie die Ver-teidigungspolitischen Richtlinien, die neue Nato-Konzeption und die Militarisierung der EU. Wir wollen nicht, dass bei uns oder anderswo das geübt wird, was in anderen Teilen der Welt blutige Wirklichkeit ist.
Deswegen sagen wir - mit der Friedensbewegung zusammen: Kein Bombodrom in der Kyritz-Ruppiner Heide und auch nicht anderswo. Diese Position unterscheidet die PDS von anderen Bombodrom-Gegnern, z.B. in der SPD, bei den Grünen, in der CDU/CSU und der FDP. Wer Ja sagt zu Auslandseinsätzen wird am Argument der Bundeswehr, dass sie diese auch üben muss, schwer kauen.

Die Bundeswehr verspricht der Bevölkerung, dass das Bombodrom unter dem Strich zu einem wirtschaftlichen Aufschwung beitragen wird. Unabhängig davon, dass es nicht moralisch ist, Men-schen mit einer Notlage zu erpressen, sich für Militär zu entscheiden, unabhängig davon, dass eine Munitionsberäumung auch dann stattfinden muss, wenn der Platz nicht militärisch genutzt wird, und unabhängig davon, dass eine militärische Monostruktur sozial kompliziert ist - siehe Eg-gesin - sprechen auch wirtschaftliche Gründe gegen eine militärische Nutzung. In die touristische Erschließung der Region Ost-Prignitz-Ruppin wurden von 1995 bis 2002 115 Mio. Euro investiert, die Übernachtungszahlen stiegen von 1996 bis 2001 von 403.000 auf 620.000 an. Die Müritz-Region (Einflugsgebiet) ist touristisch weiter erschlossen, dort stiegen die Übernachtungszahlen von 268.474 (1992) auf 1.178.123 (2001), allein der Müritz Nationalpark „verbuchte“ im Jahre 2001 800.000 Besucher. Die betroffenen Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern haben in den Tou-rismus 96,8 Mio. Euro investiert – zusätzlich gefördert durch das Land mit 65,3 Mio. Euro, die ge-werbliche Wirtschaft 452,1 Mio. Euro - wiederum vom Land mit 131,2 Mio. Euro gefördert. Wenn die Bundeswehr sich durchsetzt, müssen die touristischen Betreiber künftig ihren Standort, als „Tiefflugregion“ ausweisen. Bereits ein Umsatzrückgang von 5% bis 10% reicht aus, um die touris-tische Infrastruktur zum Zusammenbrechen zu bringen. Investitionen von über einer Milliarde Euro drohen entwertet zu werden.

Es handelt sich bei der Region u.a. um eine größere, zusammenhängende Heidefläche als zum Beispiel die Lüneburger Heide, mit National- und Naturparks, verbunden mit einer Seenplatte - die Strelitzer Kleinseenplatte. Sie ist Heimat für bedrohte Pflanzen und Tiere, z.B. 400 Fischadlern. Kulturstädte, wie die Schinkel- und Fontanestädte Neuruppin, Rheinsberg, die Rheinsberger Kammeroper, die Pfarrkirche in Neuruppin, der Netzebander Theatersommer sind weit über die Grenzen Brandenburgs bekannt geworden. Tiefflüge können schwere gesundheitliche Schäden beim Menschen anrichten und zerstören eine einzigartige Kulturlandschaft.

Der Widerstand gegen das Bombodrom ist von den Menschen in der Region selbst ausgegangen. Mit den Bürgerinitiativen „Freie Heide“ und „Freier Himmel“, der Unternehmerinitiative „Pro Heide“ haben sie den Widerstand entschlossen, kreativ und mit langem Atem verankert. Diese Bürgerini-tiativen sind überparteilich und verdienen unser Engagement und Unterstützung.
Schreiben Sie Protestbriefe an:

• Herrn Peter Struck, Bundesminister für Verteidigung:
Bundesministerium für Verteidigung
Stauffenbergstr. 18
10785 Berlin

• Die Fraktionen im Deutschen Bundestag:
Fraktion „XYZ“ im Deutschen Bundestag
Platz der Republik
11011 Berlin

Ermutigen Sie die Bürgerinitiativen

• FREIe HEIDe,
E-Mail-Adresse(n): info@FREIeHEIDe.de

• Freier Himmel,
E-Mail-Adresse(n): mail@freier-himmel.de

• Pro Heide,
E-Mail-Adresse(n): ProHeide@Zempow.de

Besuchen sie die Region. Nehmen Sie an Protestkundgebungen teil.

Die PDS hilft weiter:

PDS KV Ostprignitz-Ruppin
Kreisgeschäftsstelle
Steinstraße 18
16816 Neuruppin
Tel./Fax: 03391 / 655 420
Mail: pdsopr@aol.com


Trauer um Annelies Schniebs

Unsere treue Genossin Annelies Schniebs ist am 7. Mai im Alter von 94 Jahren verstorben.

Annelies hat sich ihr Leben lang von ganzem Herzen und mit aller Kraft für Frieden und Gerechtigkeit eingesetzt.
 

Ihre Beisetzung findest am

22. Juni, 12 Uhr, auf dem Friedhof Hönow, Thälmannstraße 71, statt.

Der Familie gilt unser herzliches, tief empfundenes Beileid!


Ortsverband DIE LINKE. Hoppegarten

Stand der Spendenaktion

Linke spenden für Tafel Hoppegarten

520 Euro haben Mitglieder und Freunde der LINKEN für die Tafel in Hoppegarten gespendet. „Die Ausgabestellen benötigen für die Verteilung von Lebensmitteln in der gegenwärtig angespannten Zeit der Corona-Pandemie dringend Unterstützung. Schließlich sind immer mehr Bedürftige auf Hilfen von den Tafeln angewiesen, vor allem Senioren und Kinder“, betonte Ortsvorsitzende Renate Adolph.

Lebensmittelspenden von Supermärkten seien zurückgegangen. Zudem habe die Bundeagentur für Arbeit Hilfskräfte, die als zeitweilige Arbeitsgelegenheiten bei den Tafeln tätig waren, bis auf weiteres abberufen. Einige der vorübergehend Beschäftigten helfen weiterhin und verzichten dabei auf ihre ohnehin niedrige Entlohnung. Die Zahl der Menschen, die die Essensangebote regelmäßig in Anspruch nehmen, sei bundesweit innerhalb eines Jahres um zehn Prozent gestiegen. Gerade in den ostdeutschen Bundesländern seien es immer mehr Menschen, die ohne diese Hilfen nicht über den Monat kommen. Die Nachfrage erhöhe sich immens – auch in Brandenburg. Das sei in einem der reichsten Länder der Welt eine Schande.

Mitglieder des Vorstands

von links nach rechts

Klaus Otto , Dr. Günter Halt, Renate Adolph, Dr. Frank Galeski, Bianka Schmäke, Karsten Knobbe

Renate Adolph

Als Nachrücker für den verstorbenen Genossen Gassmann ist Renate in den Kreistag nachgerückt

Wir wünschen ihr viel Erfolg in dieser Wahlfunktion.

CDU, FDP und Grüne bringen AfD-Mann in Spitzenposition

Mit Hilfe von CDU, FDP und Grünen ist in Hoppegarten ein AfD-Mann zum Stellvertretenden Vorsitzenden der Gemeindevertretung Hoppegarten am 20. Juni gewählt worden. Den Vorsitz erhielt die CDU. Und das, obwohl die Wählerinnen und Wähler bei den jüngsten Kommunalwahlen DIE LINKE mit über 22 Prozent der Stimmen mit Abstand als stärkste Kraft in der Gemeinde bestimmt haben.

Wo bleibt da die Moral der ständig und gerade in diesen Tagen proklamierten Ansprüche von CDU, FDP und Bündnis90/Die Grünen, für Demokratie, Nächstenliebe, Freiheit und Weltoffenheit einzustehen? Die einstigen Bürgerrechtler und Friedensaktivisten sollten sich schämen.

Renate Adolph

Vorsitzende DIE LINKE. Hoppegarten